WIFI-Studie: Berufsleben fordert höhere Fremdsprachen-Kenntnisse
Thema: Weitere Infos zum Themenkreis Bildung und Beruf
AutorIn: Webredaktion WSt
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Datum: 13.04.2010
Fremdsprachenkenntnisse sind in der österreichischen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Nur 37 % der 500 im Zuge einer WIFI-Studie befragten Arbeitnehmer/innen gebrauchen Fremdsprachen selten bis nie. 30 % nutzen Fremdsprachen zumindest hin und wieder und immerhin 32 % häufig bis sehr häufig. Noch deutlicher fallen die Ergebnisse bei der Frage nach einer persönlichen
Einschätzung aus. So empfinden 50 % der Arbeitnehmer/innen Fremdsprachenkenntnisse in ihrem Beruf als wichtig bzw. sehr wichtig. Durchgeführt wurde die Studie vom Gallup Institut Wien.
Weiterbildungsangebot erweiterbar
Obwohl für jeden zweiten Arbeitnehmer Fremdsprachen im Beruf ein wichtiges Thema sind, scheinen innerbetriebliche Weiterbildungsmaßnahmen diesem Bedürfnis noch nicht lückenlos gerecht zu werden. Denn zwar sind 1/3 der Befragten (33 %) mit dem entsprechenden Weiterbildungsangebot ihres Arbeitgebers sehr
zufrieden oder zufrieden. Demgegenüber empfinden 52 % das Angebot als wenig oder gar nicht zufriedenstellend bzw. geben an, dass es überhaupt kein Angebot gibt. Die restlichen 17 % sehen keine Notwendigkeit dafür.
In weiterer Folge halten 49 % der Befragten dieses Angebot im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Herausforderung auch nicht für ausreichend.
Diskrepanz zwischen internem Fortbildungs-Angebot und Erwartungen der Wirtschaft
Diese Ergebnisse offenbaren einen zusätzlichen Weiterbildungsbedarf, um den berechtigt hohen Erwartungen seitens der Arbeitgeber gerecht zu werden. So deklarierten sich 2009 acht von zehn Unternehmen, dass Fremdsprachenkenntnisse bei der Personalrekrutierung eine Rolle spielen. Den größten Fremdsprachenbedarf sahen Unternehmen zwischen 101 und 200 Mitarbeiter/innen. 91 % von ihnen maßen den Fremdsprachen eine große Bedeutung zu.
eLearning auf dem Vormarsch
Auf die Frage nach dem "Wie?" präsentierten sich die heimischen Arbeitnehmer/innen tendenziell fortschrittlich: Die persönliche Anwesenheit in einem Fremdsprachenkurs steht mit einer Note von 2,04 nach Schulnotensystem zwar noch immer an oberster Stelle, aber eLearning Kurse werden immer populärer. Gerade Kombinationsangebote aus persönlicher Anwesenheit und eLearning werden mit 2,24 nur unwesentlich hinter der ausschließlich persönlichen Kursanwesenheit
gereiht. Nur Online-Sprachplattformen scheinen ein Vertrauensmanko zu haben und erreichen auf der Bewertungsskala lediglich 3,72.
Do you speak English?
Englisch dominiert weiterhin die Fremdsprachenkenntnisse der österreichischen Arbeitnehmer/innen. 99 % derjenigen, die zumindest eine Fremdsprache beherrschen, sprechen auch Englisch. Mit großem Abstand (33 %) folgt Französisch, dahinter Italienisch (14 %), Spanisch (11 %) und Russisch (4 %).
Weblink: www.wifi.at
